Jobsuche – online Geld verdienen

Die Jobsuche

Remote-Arbeit finden

An das Thema „Remote-Arbeit finden“ bin ich zunächst mit einer gewissen Leichtigkeit herangegangen. Ich dachte mir: „Das Internet ist riesig – da wird sich schon etwas finden.“

Und ja, das Internet ist riesig. So riesig, dass es manchmal eher einem Dschungel gleicht. Ein Dschungel voller Möglichkeiten, Versprechen und Informationen darüber, wie man online Geld verdienen kann. Genau darin liegt jedoch die Herausforderung: Wie findet man in dieser Fülle den passenden Job im Ausland?

Ich muss ehrlich sagen – es ist unglaublich leicht, sich darin zu verlieren. Man klickt sich von Seite zu Seite, entdeckt immer neue Optionen und steht am Ende oft verwirrter da als zu Beginn der Suche.

Geld zu verdienen ist das eine. Freude an der Arbeit zu haben, das andere. Und genau dieser Punkt ist entscheidend. Achtet darauf, dass die Freude nicht zu kurz kommt. Denn wenn sie fehlt, folgen früher oder später Frustration, Demotivation und ein spürbarer Energieverlust.

Bevor du also im außen suchst, richte den Blick nach innen.

Werde dir bewusst:

  • Was willst du wirklich?

  • Was hast du zu bieten?

  • Was sind deine Stärken, Qualifikationen und Fähigkeiten?

  • Welche Themen interessieren dich wirklich?

  • Gibt es etwas, das dir besonders viel Spaß macht?

Wenn dir für ein bestimmtes Feld noch Know-how fehlt, bilde dich weiter. Nutze Online-Kurse, Seminare oder Weiterbildungen. Das Internet kann zwar ein Dschungel sein – aber es ist gleichzeitig auch eine riesige Lernplattform voller Chancen.

Der Schlüssel liegt darin, Klarheit zu gewinnen. Wer weiß, was er sucht, verirrt sich nicht so leicht.

Upwork zählt mit zu den populärsten Freelance-Plattformen

Freelancer-Portfolio Checkliste

1️⃣ Klare Positionierung

  • ☐ Ist sofort erkennbar, was du anbietest? (z. B. Webdesign, Content Writing, Grafikdesign, Virtuelle Assistenz für… Fachgebiet)

  • ☐ Sprichst du eine bestimmte Zielgruppe an?

  • ☐ Ist dein Profiltext nutzenorientiert formuliert?


2️⃣ Hochwertige Arbeitsproben

  • ☐ Zeigst du nur Arbeiten, hinter denen du zu 100 % stehst?

  • ☐ Sind die Projekte visuell ansprechend aufbereitet?

  • ☐ Sind die Dateien gut lesbar und professionell dargestellt?

  • ☐ Qualität vor Quantität (3–8 starke Beispiele reichen oft aus)


3️⃣ Kontext zu jedem Projekt

  • ☐ Beschreibst du kurz die Ausgangssituation?

  • ☐ Erklärst du, welches Problem gelöst werden sollte?

  • ☐ Zeigst du deine konkrete Rolle im Projekt?

  • ☐ Falls möglich: Nennst du Ergebnisse (z. B. Reichweitensteigerung, Conversion-Rate, Feedback)?

Auftraggeber wollen Ergebnisse sehen – nicht nur schöne Designs oder Texte.


4️⃣ Spezialisierung statt Bauchladen

  • ☐ Passt dein Portfolio zu der Dienstleistung, die du aktuell anbieten willst?

  • ☐ Entfernst du ältere Arbeiten, die nicht mehr zu deiner Positionierung passen?


5️⃣ Professionalität & Vertrauen

  • ☐ Ist dein Profilbild professionell?

  • ☐ Ist dein Profil vollständig ausgefüllt?

  • ☐ Gibt es Referenzen oder Testimonials?

  • ☐ Ist deine Sprache klar, fehlerfrei und strukturiert?


6️⃣ Call-to-Action

  • ☐ Machst du deutlich, wie man dich kontaktieren kann?

  • ☐ Ermutigst du aktiv zur Zusammenarbeit?

Beispiel:
„Lassen Sie uns gemeinsam Ihr Projekt erfolgreich umsetzen.“


Extra-Tipp

Denke immer aus Sicht des Auftraggebers:
„Warum sollte ich genau diese Person buchen?“

Wenn dein Portfolio diese Frage klar beantwortet, bist du vielen anderen Freelancern bereits einen Schritt voraus.

Freelance Plattformen

Upwork & Co

Auf Plattformen wie Upwork oder anderen Freelance-Portalen erstellst du dir zunächst ein professionelles Profil und übernimmst die wichtigsten Daten aus deinem Lebenslauf. Doch ein erfolgreiches Profil ist weit mehr als nur eine Auflistung deiner bisherigen Stationen.

Entscheidend ist ein aussagekräftiger Profiltext, in dem deine Erfahrungen, Stärken und Qualifikationen klar zum Ausdruck kommen – und vor allem: welchen Mehrwert du bietest.

Ein häufiger Fehler ist es, überwiegend in der „Ich-Form“ zu schreiben:
„Ich habe mehrere Jahre bei Unternehmen XY gearbeitet.“
„Ich habe Erfahrung im Bereich Marketing.“

Natürlich sind diese Informationen wichtig – doch sie stehen nicht im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt steht der Auftraggeber.

Versetze dich in seine Lage:
Welches Problem möchte er gelöst haben?
Welches Ziel möchte er erreichen?
Welches Ergebnis wird erwartet?

Formuliere dein Profil deshalb nutzenorientiert und lösungsorientiert. Zum Beispiel:

  • „Sie suchen einen Content Writer, der Ihre Reichweite erhöht und Ihre Verkaufszahlen steigert?“

  • „Sie möchten durch professionellen Content mehr Sichtbarkeit und Vertrauen aufbauen? Dabei unterstütze ich Sie gern.“

Statt dich nur vorzustellen, zeigst du konkret, welchen Mehrwert du lieferst. Auftraggeber kaufen keine Lebensläufe – sie kaufen Lösungen.

Je klarer du formulierst, welches Ergebnis deine Arbeit bringt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du gebucht wirst.

Das Portfolio

Im besten Fall ergänzt du dein Profil auf Freelance-Plattformen durch ein aussagekräftiges Portfolio, in dem du ausgewählte Arbeitsproben präsentierst. Ein Portfolio ist ein entscheidender Pluspunkt – denn es gibt potenziellen Auftraggebern einen direkten Einblick in die Qualität deiner Arbeit.

Ob Grafikdesign, Webdesign oder Content Writing: Führe alle Projekte auf, die du in der Vergangenheit erfolgreich umgesetzt hast und mit gutem Gewissen zeigen kannst. Qualität geht dabei klar vor Quantität. Wenige, überzeugende Beispiele sind wirkungsvoller als eine lange Liste mittelmäßiger Arbeiten.

Ein starkes Portfolio schafft Vertrauen, wirkt professionell und erhöht deutlich deine Chancen auf Interview-Einladungen und konkrete Aufträge. Es zeigt nicht nur, was du kannst – sondern auch, wie du arbeitest.

Profilbeschreibung

Achte in deiner Profilbeschreibung unbedingt darauf, klar zu definieren, worauf du spezialisiert bist, und vermeide zu allgemeine Formulierungen. Finde deine Nische. Begriffe wie „Büroerfahrung“ sind zu unspezifisch und helfen dir kaum weiter, da Auftraggeber in der Regel nach konkreten Fähigkeiten in bestimmten Bereichen suchen.

Auch der Ausdruck „Virtuelle Assistenz“ ist sehr allgemein gehalten und sagt zunächst wenig über deine tatsächlichen Kompetenzen aus. Wodurch zeichnest du dich konkret aus? Sprichst du zusätzliche Fremdsprachen? Hast du Erfahrung mit bestimmten Software-Programmen oder Tools? Liegen deine Stärken im Vertrieb, im Projektmanagement oder im Social-Media-Bereich?

Je klarer du deine Fähigkeiten benennst, desto leichter können potenzielle Auftraggeber einschätzen, ob du zu ihrem Projekt passt.

Präsentiere dich selbstbewusst von deiner besten Seite und erkläre konkret, wie du mit deiner Arbeit unterstützen kannst. Welches Problem löst du? Welchen Mehrwert bietest du? Auftraggeber suchen nicht nach allgemeinen Beschreibungen – sie suchen nach Lösungen.

Achte außerdem darauf, die passenden Schlagwörter (Keywords) zu verwenden. Nur wenn du relevante Begriffe in deinem Profil einbaust, wirst du in der Suche überhaupt gefunden. Nutze diese Keywords gezielt und sinnvoll im Text, damit dein Profil auf den Plattformen besser rankt – ohne dabei unnatürlich zu wirken.

Bezahlvorgang deiner geleisteten Arbeit​

Was die Bezahlung betrifft, ist der Ablauf auf Plattformen wie Upwork unkompliziert. Du kannst dein PayPal-Konto oder ein anderes Bankkonto ganz einfach mit deinem Profil verknüpfen. Zudem hast du die Möglichkeit, automatische Auszahlungen festzulegen – beispielsweise wöchentlich, alle zwei Wochen oder erst, sobald ein bestimmter Betrag erreicht ist (z. B. nach 250 $ Verdienst).

Deinen Stundenlohn bestimmst du selbst. Achte jedoch darauf, dich nicht unter Wert zu verkaufen. Gleichzeitig ist es gerade am Anfang sinnvoll, realistisch zu bleiben. Zu hohe Preise ohne Bewertungen oder Referenzen können potenzielle Auftraggeber abschrecken.

In der Anfangsphase geht es vor allem darum, erste Aufträge zu gewinnen und positive Bewertungen zu sammeln. Gute Rezensionen stärken dein Profil enorm und erhöhen langfristig deine Chancen auf besser bezahlte Projekte. Mit wachsender Erfahrung, steigender Nachfrage und positiven Bewertungen kannst du deinen Stundenlohn schrittweise anpassen.

Denke daran: Dein Preis sollte sowohl deine Fähigkeiten widerspiegeln als auch strategisch gewählt sein.

Vorteile Upwork:

  • Gutes Netzwerk mit großer Reichweite, auch auf dem deutschen Markt 
  • Auch als Neuling hat man gute Chancen neue Aufträge zu erhalten
  • Flexible Arbeitsweise
    Du entscheidest selbst, welche Projekte du annimmst, wie viele Stunden du arbeitest und wann du arbeitest.
  • Bewertungen & langfristige Kundenbeziehungen
    Gute Bewertungen stärken dein Profil und erhöhen deine Chancen auf weitere Aufträge.  Potenzieller Stammkundengewinn
 

Nachteile :

  • Upwork behält sich vor, 20 % vom Verdienst einzuziehen. Das bedeutet bei 100 $, gehen 20 $ an Upwork
  • „Connects-Credits“ 

Bei Upwork benötigst du sogenannte „Connects“, um dich auf Jobs zu bewerben. Zu Beginn erhältst du ein bestimmtes Kontingent, das für deine Bewerbungen verwendet wird. Pro Bewerbung werden – je nach Job – mehrere Connects abgezogen.

Sobald dein Guthaben aufgebraucht ist, kannst du entweder bis zur monatlichen Auffüllung warten oder zusätzliche Connects kostenpflichtig erwerben.

Das größte Freelance Portal in der DACH-Region
  • Vorteile: Namhaften Unternehmen aus der DACH-Region
  • NachteileHohe Konkurrenz: 190.000 registrierte Freelancer bei nur 7.000 veröffentlichten Projekten
  • eine professionelle Mitgliedschaft kostet 20 EUR im Monat und bietet dir mehrere Vorzüge als eine „Standard“-Mitgliedschaft

 

  • Vorteile: attraktive Angebote zu fairer Bezahlung (besser als Upwork)
  • Nachteilepeopleperhour arbeitet ebenfalls mit sogenannten „Proposal-Credits“

 

Früher oder später wird jeder Einsatz belohnt. Entscheidend ist, den Mut zu finden, den ersten Schritt zu wagen.

Mein Weg

Zu Beginn habe ich mit 8,50 Euro Stundenlohn gestartet. Würde ich heute niemanden empfehlen und ich erzähle dir hier auch nur meine individuelle persönliche Geschichte. Ich saß eben mit  wenig Geld in Peru und habe genommen was es zu kriegen gab. Jeder Auftrag wurde von mir ohne zu Hinterfragen für diesen Hungerlohn angenommen, welchen ich über drei Monate hinweg zuverlässig ausführte bis ich mich traute meine Preise anzupassen.

Mit den ersten positiven Bewertungen auf Upwork wuchs das Vertrauen in mein Profil – und plötzlich kamen die Interview-Einladungen fast von selbst. Beim zweiten längerfristigen Auftrag konnte ich meinen Stundenlohn bereits auf 15 Euro erhöhen. (Was ebenfalls ein Witz ist :-)) Mit jedem Schritt wuchs auch meine Selbstsicherheit, meine Preise nach und nach anzupassen. Da sind wir wieder beim Thema Selbstwert und Anerkennung seiner Fähigkeiten.

Was ich an dieser Art zu arbeiten besonders schätze: Es wird selten langweilig. Die Projekte variieren, man übernimmt unterschiedliche Aufgaben und arbeitet mit verschiedenen Auftraggebern zusammen. Und selbst wenn sich Tätigkeiten wiederholen, dann meist nur für einen bestimmten Zeitraum, bis das Projekt erfolgreich abgeschlossen ist. Abwechslung ist definitiv gegeben.

Mein Rat: Fokussiere dich auf die Bereiche, die dir wirklich liegen und Freude bereiten. Wenn du grundlegende Kenntnisse in mehreren Feldern hast, kann es sinnvoll sein, dich auf eine Nische zu spezialisieren. Eine klare Positionierung macht es leichter, dich vom Wettbewerb abzuheben.

Bilde dich weiter, besuche Kurse und entwickle die nötige Selbstsicherheit. Denn neben fachlicher Kompetenz ist Überzeugungskraft entscheidend. Gerade am Anfang startet man oftmals mit niedrigeren Preisen, um erste Erfahrungen zu sammeln und Vertrauen aufzubauen. Mit wachsender Praxis und positiven Referenzen kannst du deine Honorare Schritt für Schritt anpassen.