Author : Fernweh

Die Rolle der Spiritualität im Leben

Bewusstsein + Spiritualität + Sinn des Lebens

Mit dem Thema Bewusstsein beschäftige ich mich bereits seit meiner Jugend. Die Spiritualität trat in meinen Zwanzigern bewusst in mein Leben – ausgelöst durch eine herausfordernde Phase, in der ich nach Antworten suchte. Antworten, die ich im Außen nicht fand.

Um sie zu erkennen, musste ich lernen, nach innen zu schauen. Tief in meinem Inneren begegnete ich Wahrheiten, die mich bis heute begleiten. Manche von ihnen erforsche ich noch immer.

Das Leben ist eine Reise. Es geht nicht darum, so schnell wie möglich ein Ziel zu erreichen, sondern darum, die Erfahrungen auf dem Weg bewusst zu durchleben.

Wenn wir am Ende unseres Lebens stehen, zählen nicht die materiellen Dinge, die wir angesammelt haben. Nicht die Trophäen, die verstaubt in Regalen stehen.

Es sind die Eindrücke.
Das persönliche Wachstum.
Die Erkenntnisse, die wir gewonnen haben.

Diese bleiben. Sie sind – so wie ich es empfinde – im morphischen Feld gespeichert und als energetischer Abdruck in unserer Seele verankert.

Im 22. Jahrhundert sollte uns bewusst sein, dass wir nicht nur Körper und Geist sind. Die Seele ist ein wesentlicher Teil unseres Seins – vielleicht sogar der zentralste. Denn ohne sie gäbe es kein lebendiges Bewusstsein.

Schau einem Menschen oder einem Tier tief in die Augen – und du spürst, dass dort mehr ist als reine Biologie.

Ich glaube, jeder Mensch kommt mit mehreren Aufgaben in dieses Leben. Nicht nur mit einer einzigen. Deshalb verändern sich unsere Wege. Deshalb wechseln wir Tätigkeiten, Richtungen, Lebensabschnitte.

Wenn wir den inneren Ruf ignorieren und krampfhaft an einem alten Kapitel festhalten, entsteht ein seelisches Ungleichgewicht. Bleibt dieser Zustand bestehen, zeigt sich die Disharmonie irgendwann auch auf körperlicher Ebene.

Zuerst leidet die Seele.
Dann geraten Emotionen ins Schwanken.
Wir verlieren Sinn, Freude, Lebendigkeit.
Unsere Energie sinkt.

Und schließlich spricht der Körper.

Doch selbst wenn wir im Außen scheinbar alles erreicht haben – Erfolg, Anerkennung, Sicherheit, Besitz – kann in uns eine leise Leere zurückbleiben. Ein kaum greifbares Gefühl, dass etwas Wesentliches fehlt.

Ohne eine tiefere Sinnhaftigkeit, ohne die Verbindung zu unserer Seele und zu dem größeren Ganzen, fühlen wir uns trotz äußerer Fülle nicht vollständig. Denn wahre Erfüllung entsteht nicht durch das, was wir anhäufen, sondern durch das, was wir in unserem Inneren erkennen, leben und verkörpern.

Erst wenn wir unserem inneren Ruf folgen und unserer Existenz eine höhere Bedeutung geben, entsteht dieses Gefühl von Ganzheit. Dann sind wir nicht nur erfolgreich – sondern im Einklang. Nicht nur funktionierend – sondern lebendig.

Die Suche nach dem Glück

Wie erkenne ich das Glück im Leben?

Diese Frage stelle ich mir hin und wieder, zumal ich doch der glücklichste Mensch sein sollte. Ich habe mich aus dem System befreit, es gibt niemanden mehr, der über mein Leben entscheidet, wann ich aufzustehen habe, wann ich nach Hause gehen darf und wann das Wochenende an die Tür klopft. Doch in dieser Selbstbestimmtheit fehlt auch oft die notwendige Routine, die Disziplin und der Sinn des Lebens. 

Aus dem Grund ist es wichtig, mir folgende Fragen vor Augen zu halten:

1. Erkennen, was mich wirklich erfüllt

Glück entsteht oft nicht durch äußere Umstände, sondern durch innere Erfüllung. Deshalb ist es wichtig, mir immer wieder die Frage zu stellen: Was gibt mir Energie? Welche Momente lassen mich lebendig fühlen?

2. Lernen, im Moment zu leben

Vergangenheit und Zukunft sind oft Quellen von Sorgen. Glück findet sich meist im Hier und Jetzt – in einem tiefen Atemzug, in einem Lächeln, in einem guten Gespräch.

3. Die Verbindung mit anderen

Echte Beziehungen zu Familie, Freunden oder Gleichgesinnten sind einer der stärksten Glücksfaktoren. Tiefe Verbindungen nähren das Herz und geben Sinn. Natürlich ist es dazu notwendig auf der gleichen Wellenlänge zu schwingen und eine Tiefe in dieser Verbindung zu spüren, welche einen beflügelt und nicht Energie raubt.

4. Das Leben akzeptieren wie es ist

Nicht alles läuft perfekt. Wer lernt, Herausforderungen als Teil des Lebens zu sehen und daran zu wachsen, wird innerlich freier und glücklicher. Radikale Akzeptanz ist ein wichtiger Schlüssel. Und wenn wir es nicht akzeptieren können, so haben wir doch in jeder Sekunde die Möglichkeit uns neu zu entscheiden und eine Veränderung voranzutreiben. Niemand zwingt uns in einer Situation zu bleiben, in der wir nicht zufrieden und glücklich sind. Es ist lediglich unser Verstand, der uns einredet, dass Veränderungen keinen Sinn ergeben (aus Angst, aus Sicherheitsdenken, aufgrund falsch verankerter Glaubenssätze, und und und. . .)

5. Dankbarkeit pflegen

Wenn ich täglich bewusst die kleinen Dinge wertschätze – sei es die Sonne auf meiner Haut oder eine nette Geste – verändert sich meine Wahrnehmung und meine Stimmung. Wir nehmen viel zu schnell alles für selbstverständlich – z.b. den vollen Kühlschrank, das bequeme Bett, eine Spülmaschine oder den  Trockner. Diese Dinge habe ich auf meinen Reisen selten zur Verfügung und schätze mich dankbar, zumindest eines von den Dingen zu haben.

6. Meiner inneren Wahrheit folgen

Authentisch zu sein und dem zu folgen, was sich für mich richtig anfühlt, führt zu langfristiger Zufriedenheit. Keine Masken aufsetzen zu müssen. Keine Rolle spielen zu müssen – einfache und wahrhaftige Authentizität. Die Person sein, die ich bin. Die sich für Spiritualität interessiert, die für sich herausgefunden hat, dass Gott existiert und die sich sicher ist, dass dies nicht ihr erstes und nicht ihr letztes Leben ist- und sein wird.

7. Ein tiefe Verbindung zu mir selbst finden

Und da sind wir wieder beim Thema, dass mir Spirituelle Praktiken wie Meditation oder morgendliche Rituale (z. B. Yoga und spezielle Atemübungen) helfen, mich mit meiner eigenen Essenz zu verbinden und das Leben bewusster zu gestalten. Sobald ich am Morgen meine einstündige Yogapraxis beendet habe, fühle ich mich zentrierter und starte definitiv besser und energiereicher in den Tag. Klare Empfehlung.

 

Yoga, Atemübung und Meditation dient als hilfreiche Stütze für die innerliche Ausgeglichenheit

Und trotzdem fehlt mir öfters dieses gewisse und schwer greifbare Gefühl des Glücks

Vielleicht ist es weniger eine Frage des „Tuns“ als eine des „Seins“?

Manchmal ist Glück nicht das, was wir erreichen, sondern das, was wir zulassen. Dabei haben mir folgende Fragestellungen geholfen:

  • Gibt es in mir eine tiefe Sehnsucht, die noch nicht erfüllt ist?
    Manchmal glauben wir, auf dem richtigen Weg zu sein, aber eine leise Stimme in uns sehnt sich nach etwas anderem – nach mehr Abenteuer, Tiefe oder Leichtigkeit.
  • Erlaube ich mir wirklich, glücklich zu sein?
    Manchmal tragen wir unbewusste Muster oder Glaubenssätze mit uns herum, die Glück sabotieren („Ich muss erst mehr leisten, um es zu verdienen“ oder „Glück ist vergänglich, also darf ich mich nicht zu sehr darauf einlassen“).
  • Wie fühlt sich Glück für mich überhaupt an?
    Vielleicht erwartest du ein bestimmtes Gefühl von Glück, das du noch nicht erlebst – dabei zeigt es sich in anderer Form. Manchmal ist Glück kein Feuerwerk, sondern ein sanftes, ruhiges Leuchten im Inneren.
  • Was wäre, wenn ich aufhöre, nach Glück zu suchen?
    Manchmal stellt sich Glück dann ein, wenn wir aufhören, es zu jagen, und uns stattdessen ganz dem hingeben, was ist.

Vielleicht geht es für dich gar nicht darum, mehr zu tun oder zu verändern, sondern eher darum, noch tiefer in das Erleben einzutauchen. Könnte es sein, dass dein Glück schon da ist, nur in einer anderen Form, als du es erwartest?

Das Glück im inneren Kern meines Seins finden

Genau dies könnte der Schlüssel sein – nicht das Glück im Außen zu suchen, sondern es in dem zu erkennen, was bereits da ist. Oft ist Glück nichts Lautes oder Spektakuläres, sondern eine stille, tiefe Dankbarkeit für das, was wir haben und erleben dürfen.

Vielleicht kann ich das Glück noch bewusster in den kleinen Momenten wahrnehmen:

  • Das warme Gefühl einer schönen Begegnung.
  • Die Kraft, die ich in meiner Arbeit oder meinen Projekten spüre.
  • Die Magie in den Ritualen meiner Frauengruppe.
  • Die Erkenntnis, dass ich auf einem Weg bin , der mich wachsen lässt.
 

Wenn ich also das Glück nicht mehr als etwas sehe, das „fehlt“, sondern als etwas, das sich durch mich und mein Sein ausdrückt, dann wird es zu einem ständigen Begleiter.

Und wer weiß – vielleicht zeigt es sich bei mir in den nächsten Tagen genau in einem Moment, in dem ich es am wenigsten erwarte. 😉

Meine Suche nach dem Glück führt mich sehr oft in die Natur